Samstag, 7. Juli 2012

Detecting Protocol Switching Covert Channels

A new paper of Sebastian Zander and me got accepted at the The 37th IEEE Conference on Local Computer Networks (LCN) in Florida. As usual, I will post an abstract here.


Steffen Wendzel, Sebastian Zander: Detecting Protocol Switching Covert Channels, In Proc. 37th IEEE Conf. on Local Computer Networks (LCN), Clearwater, Florida, 2012 (to appear).

The work presents the first detection technique for protocol switching covert channels (protocol channels). A summary on my recent covert channel research is available here.


Abstract
Network covert channels enable hidden and security policy breaking communication. Within the last years, new techniques for such covert channels arose, including protocol switching covert channels (PSCCs). PSCCs transfer hidden information by sending network packets with different selected network protocols.

In this paper we present the first detection methods for PSCCs. We show that the number of packets between network protocol switches and the time between switches can be monitored to detect PSCCs with 98-99% accuracy for bit rates of 4 bits/second or higher.

Sonntag, 1. Juli 2012

Denken und Sprache

Heute wieder ein Posting im Kontext meines Psychologiestidums.

In der Aprilausgabe von Spektrum der Wissenschaft schreibt Lera Boroditsky von der Stanford University über die Wirkung der Sprache auf das Denken.

Die Autorin beginnt ihren Artikel mit dem Beispiel eines Aborigine-Mädchens. Es ist dem Mädchen ein Leichtes auf Wunsch der Autorin nach Norden zu zeigen. Dasselbe Beispiel wiederholt Boroditsky in den besten amerikanischen Universitäten und überfordert damit die anwesenden Wissenschaftler. Worin besteht der Grund für diese Unterschiedlichkeit?

Die Autoren führt auf, dass in der Sprache des kleinen Mädchens alles mit Himmelsrichtungen angegeben wird (etwa: Mein Tischnachbar sitzt "südlich" von mir, statt "links" von mir). Diese sprachliche Andersartigkeit führt dazu, dass auch das Denken geformt wird.

Mit räumlichen Unterschieden ist beim Denken durch Sprachhintergründe aber noch nicht Schluss: Die Autorin führt auf, dass es auch eine zeitliche Komponente gibt, bei der sich klare Unterscheidungen zeigen:
Man ließ Probanden bestimmte Bilder in zeitlicher Reihenfolge sortieren (etwa Bilder, die ein wachsendes Krokodil zeigten). Die Bilder lagen auf einer Fläche und je nach sprachlichem Hintergrund folgten andersartige Sortierungen der Karten.
Während Menschen, die von links nach rechts schreiben die zeitliche Reihenfolge links beginnen und rechts enden ließen, machten es Menschen, die von rechts nach links schreiben (etwa im Hebräischen) genau anders herum. Die Aboriginies hingegen legten die Karten (egal, in welche Himmelsrichtung sie saßen) immer von Osten nach Westen.

Am Ende des Artikels wird schließlich die Frage aufgeworfen, was nun was formt -- das Denken die Sprache oder die Sprache das Denken? Beantwortet wird die Frage damit, dass beides wahr ist, denn unsere "Denkweise prägt die Art, wie wir sprechen", aber wenn wir etwa ein neues Wort lernen, verändern wir auch unser Denken.

Quelle: L. Boroditsky: Wie die Sprache das Denken formt, Spektrum der Wissenschaft, S. 30-33, April 2012.